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50 Jahre Jagdhornbläsergruppe
   

 

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Botschafter jagdlichen Brauchtums

50 Jahre Jagdhornbläsergruppe der Liechtensteiner Jägersschaft

Die Initiative, eine Jagdhornbläsergruppe ins Leben zu rufen, ging von Gustav und Hermann Ospelt aus. Sie brachten Ende 1959 zwei Fürst Plesshörner für die Gebrüder Emil und Peter Amann aus Deutschland mit. In der Folge wurde 1960 die Jagdhornbläsergruppe als Unter-organisation der Liechtensteiner Jägerschaft gegründet.

Die Brüder Amann und August Laukas bildeten bis 1968 ein Terzett. Die Gruppe, die von Peter Amann geleitet wurde, konnte kontinuierlich auf acht Mitglieder aufgestockt werden. Mitte der Achtzigerjahre trat Erich Nipp die Nachfolge von Peter Amann an. Auch er engagierte sich wie sein Vorgänger viele Jahre als musikalischer und organisatorischer Leiter. Diese Doppelfunktion war mit der Zeit nicht mehr tragbar, und als Alex Ospelt 1994 das Amt des Obmannes übernahm, wurde die musikalische Leitung der Jagdhornbläser erstmals in separate Hände gegeben. Reinold Hasler und Kurt Poll hiessen die Vorgänger des heutigen musikalischen Leiters Marcel Noser, der diese anspruchvolle Aufgabe 1994 übernahm.

Jubiläumsfeier

Im Rahmen ihres 50-jährigen Bestehens wird die Jagdhornbläsergruppe zu einigen besonderen Anlässen aufspielen. Im Mittelpunkt steht eine Jubiläumsveranstaltung Mitte Juni, zu welcher Freunde, Gönner und Sponsoren eingeladen werden. Höhepunkt stellt ein Empfang auf Schloss Vaduz dar.

Freudige und traurige Einsätze

Die Jagdhornbläser – sie gelten als Botschafter jagdlichen Brauchtums - sind sehr gefragt und umrahmen zahlreiche erfreuliche Anlässe. Dazu zählen viele runde Geburtstage von Jagdkameraden, die Teilnahme an Bläsertreffen, die Trophäenschau, die Hubertusfeier oder die Mitgestaltung von Messen. Leider stehen mit der Beerdigung von Jägerkollegen auch traurige Ereignisse in der Agenda.

Vom Jagdsignal zur Messe

Die Jagdsignale dienten ursprünglich zur gegenseitigen Verständigung. Noch heute wird beim Zusammentreffen die „Begrüssung“ geblasen oder wenn ein Stück Wild erlegt wurde, „Hirsch tot“ oder „Gams tot“ gespielt. Die traditionellen Signale haben sich erhalten, doch umfasst das Repertoire heute auch Märsche, Fanfaren oder Lieder, die weit über das Signal als Form der Verständigung hinausgehen.

Das Jagdhorn

Die Palette an Jaghörnern ist sehr umfassend. Während ursprünglich ausnahmslos Naturtöne geblasen wurden, werden heute auch Instrumente mit Ventilen für Halbtöne angeboten. Am gängigsten jedoch sind nach wie vor das Fürst Pless Horn sowie das Parforce Horn. Die Stimmenverteilung bei den Jagdhornbläsern der Liechtensteiner Jägerschaft:

  • 1. Stimme Fürst Pless                       3
  • 2. Stimme Fürst Pless                       8
  • 1. Stimme Parforce                           3
  • 2. Stimme Parforce                           3

Gute Zusammenarbeit und Kameradschaft mit den Toggenburgern

Einer von etlichen Meilensteinen in der Entwicklung der Liechtensteiner Jagdhornbläser war die 1995 erfolgte „Fusion“ mit den Jagdhornbläsern aus Toggenburg. Peter Forrer war die treibende Kraft dieses Zusammenschlusses. Die Gruppe zählte fortan vier, später drei „währschafte“ Schweizer-Mannen mehr. Eine Verstärkung, die nicht nur musikalisch spürbar ist, sondern auch für eine einzigartige grenzübergreifende Kollegialität und Freundschaft steht.

Stolze Truppe

Die Jagdhornbläser können sich sehen lassen. Im Jubiläumsjahr zählt die Gruppe stolze 17 Mitglieder und steht anderen Bläsergruppen musikalisch in nichts nach, wie die Teilnahme an verschiedenen Treffen deutlich zeigt. Mit Oihana Konrad und Christine Wohlwend, was besonders erfreulich ist, stehen seit einigen Jahren auch zwei Frauen in den Reihen der strammen Mannen.




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